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Nibelungenbrücke in Linz

Gazmend Freitag: Nibelungenbrücke in Linz, 2013. Öl auf Leinwand, 100 x 80 cm Es ist eine Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft. Am einen Ende, dort, wo sie zwischen den Häusern zum offenen Raum des Hauptplatzes hin mündet, stand einst ein Posten der österreichischen Besatzungsmächte. Die Besatzungsmächte, die sich die Brücke teilten, zogen ab, die Brücke aber blieb und deren mächtige Pfeiler. Sie drängen sich dem Betrachter ins Auge genauso wie das Blau des Flusses, das zwischen Hell und Dunkel oszilliert und an einigen Stellen fast in ein schimmerndes Weiß übergeht, welches dem Bild Freundlichkeit gibt. Ebenso hellt das milchige Hellblau des Himmels die von Gazmend Freitag geschaffene Komposition auf. Im Zentrum des Bildes aber steht das Grau-Weiß des Geländers, welches in geschwungener Linie ein Ufer mit dem anderen verbindet. Das helle Grün der Bäume, das sich auf der rechten Seite des Bildes vor dem Grau des Gebäudes abzeichnet empfängt die Brücke. Die gedeckten Grau- und Brauntöne der Gebäude und der Brückenpfeiler zusammen mit dem milchigen Hellblau des Himmels und dem kräftig gehaltenen Blau …

Kunst und Flucht. Ein Fluch.

Gazmend Freitag, Lisa Grüner: Performance auf Schienen in Linz, 2015 Sie finden sich plötzlich an einem Abstellgleis wieder, sie sitzen da und wissen nicht wohin. Es spielt auch keine Rolle, denn sie haben kein Ziel vor sich. Sie tragen seit zwei Wochen das, was sie am Tag ihrer Flucht anhatten, zum Umziehen oder Packen blieb keine Zeit. Sie tragen Markenkleidung und normale Schuhe. Sie sehen nicht aus, wie jemand, der fluchtartig sein Zuhause verlassen hat. Sie hatten überhaupt nicht viel Zeit, darüber nachzudenken, was sie denn jetzt einpacken könnten, als es plötzlich hieß, nichts wie weg. Sie ließen alles hinter sich, alles was sie in ihrem Leben geschaffen hatten. Das war nicht viel, aber für sie war es wertvoll. Ein ganzes Leben, viele persönliche Dinge, Zeugen besonderer Momente, Geschenke, Erbstücke, all ihre Werke, Zeichnungen und Malereien. Alles, alles blieb zurück, einem unbestimmten Schicksal ausgesetzt. Jetzt hier im Dunkeln gibt es nichts außer dem Moment. Sie sind zu zweit, allein mit sich. Müde, leer und mit einem dumpfen Gefühl im Magen. Es könnte Hunger sein, aber …

Gazmend Freitag trifft auf Jonathan Meese!

Gazmend Freitag und Jonathan Meese, Linz, 7.09.2018. © Gazmend Freitag Der Maler Gazmend Freitag begegnete „am Freitag“ (7. September 2018) zufällig beim Spazierengehen dem Kultkünstler Jonathan Meese und seiner Mutter Brigitte. Meese war im Rahmen der Ars Electronica nach Linz gekommen, die sich in der Post City Linz dem Thema „Error – the Art of Imperfection“ widmet. Er ist mit „Brigitte und Jonathan Meese: Mutter und Sohn = Realität trifft Kunst“ vertreten: Virtuelle Realität, die nicht nur das Spiel mit der Wahrnehmung auf die Spitze treibt, sondern auch die herzerwärmende Beziehung zwischen dem Kultkünstler und seiner Mutter einmal mehr dem erstaunten Publikum vorführt. Für Gazmend Freitag bot sich die besondere Gelegenheit für eine spontane Fotoshooting-Performance mit der Mutter und ihrem berühmten Sohn, an der alle sichtlich Spaß hatten. Text: Ursula Pfeiffer Gazmend Freitag, Jonathan Meese, Brigitte Meese, Linz, 7.09.2018. © Gazmend Freitag

Gazmend Freitag: Als ich sie das erste Mal sah!

Gazmend Freitag, Atelier Linz, 2018. Photo: Johann Traunwieser Die erste Begegnung, der erste Blick.. wer hat ihn nicht erlebt, diesen Augenblick, in dem alles möglich scheint und die Welt wunderbar ist? In seinem Ölgemälde hält der KünstlerGazmend Freitag den Zauber und die Erwartung solch einer Begegnung fest. Leuchtendes Grün und Rot vermitteln ein Gefühl von unmittelbarer Lebendigkeit. Das in Licht getauchte Porträt der jungen Frau ist der Fokus und scheint von innen zu strahlen, liebevoll bewundert vom Künstler, der sich selbst in das Bild malt und seinen Gefühlen Ausdruck verleiht. Text: Monika Grill  

Als ich sie das erste Mal sah!

GazmendFreitag: Als ich sie das erste Mal sah! 2018, Öl auf Leinwand, 120 x 120 cm.   Die erste Begegnung, der erste Blick.. wer hat ihn nicht erlebt, diesen Augenblick, in dem alles möglich scheint und die Welt wunderbar ist? In seinem Ölgemälde hält der Künstler Gazmend Freitag den Zauber und die Erwartung solch einer Begegnung fest. Leuchtendes Grün und Rot vermitteln ein Gefühl von unmittelbarer Lebendigkeit. Das in Licht getauchte Porträt der jungen Frau ist der Fokus und scheint von innen zu strahlen, liebevoll bewundert vom Künstler, der sich selbst in das Bild malt und seinen Gefühlen Ausdruck verleiht. Text: Monika Grill Photo: Johann Traunwieser  

Ausstellung: Eroticism – Gazmend Freitag

Eroticism Erotik hängt nicht nur von der sexuellen Moral des Einzelnen ab, sondern auch von der Kultur und der Zeit, in der er lebt. HONORÉ DE BALZAC Die menschliche Figur, vor allem die Darstellungen von Frauen ist die Thematik, mit der sich Gazmend Freitag in seiner Kunst ständig beschäftigt. Portraits und Aktzeichnungen von Frauen, die er persönlich kennt, mit denen er befreundet ist oder die selbst Künstlerinnen sind, fertigt er mit Sinnlichkeit und Leidenschaft an. Somit hat die Akt-Malerei einen großen Stellenwert in Freitags künstlerischem Schaffen. Er hat sich ihr so sehr verschrieben, dass er  sogar einen diesbezüglichen Lehrgang an der Kunstuniversität Linz besucht hat, um sich wesentliche Grundlagen dafür anzueignen. Das Ergebnis sind nicht nur zahlreiche Studien mit Bleistift, sondern auch großformatige Ölgemälde, die stilistisch zwischen modernem Impressionismus und Expressionismus angesiedelt sind. URSULA PFEIFFER STRANDGUT – Verein für bildende Kunst, Kleinkunst und Literatur Ottensheimer Strasse 25 | 4040 Linz VERNISSAGE: 17.05.2018, 20.00 Uhr Ausstellung bis 12.07.2018. KULTURVEREIN STRANDGUT W e r k e: