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Nibelungenbrücke in Linz

Gazmend Freitag: Nibelungenbrücke in Linz, 2013. Öl auf Leinwand, 100 x 80 cm Es ist eine Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft. Am einen Ende, dort, wo sie zwischen den Häusern zum offenen Raum des Hauptplatzes hin mündet, stand einst ein Posten der österreichischen Besatzungsmächte. Die Besatzungsmächte, die sich die Brücke teilten, zogen ab, die Brücke aber blieb und deren mächtige Pfeiler. Sie drängen sich dem Betrachter ins Auge genauso wie das Blau des Flusses, das zwischen Hell und Dunkel oszilliert und an einigen Stellen fast in ein schimmerndes Weiß übergeht, welches dem Bild Freundlichkeit gibt. Ebenso hellt das milchige Hellblau des Himmels die von Gazmend Freitag geschaffene Komposition auf. Im Zentrum des Bildes aber steht das Grau-Weiß des Geländers, welches in geschwungener Linie ein Ufer mit dem anderen verbindet. Das helle Grün der Bäume, das sich auf der rechten Seite des Bildes vor dem Grau des Gebäudes abzeichnet empfängt die Brücke. Die gedeckten Grau- und Brauntöne der Gebäude und der Brückenpfeiler zusammen mit dem milchigen Hellblau des Himmels und dem kräftig gehaltenen Blau …

Schöne Linzerin beim lesen

Gazmend Freitag, Atelier in Linz, 2018. Photo: Johann Traunwieser Gazmend Freitag unterwegs in Linz Seit neuestem ist Gazmend Freitag in seiner adoptierten Heimatstadt Linz unterwegs, um Szenen aus dem Alltag seiner Bewohner festzuhalten. Hier präsentiert sich die Stadt in Gestalt einer fröhlichen jungen Frau, die für sich im Grün nahe der Donau eine Lese-Oase entdeckt hat.

Kunst und Flucht. Ein Fluch.

Gazmend Freitag, Lisa Grüner: Performance auf Schienen in Linz, 2015 Sie finden sich plötzlich an einem Abstellgleis wieder, sie sitzen da und wissen nicht wohin. Es spielt auch keine Rolle, denn sie haben kein Ziel vor sich. Sie tragen seit zwei Wochen das, was sie am Tag ihrer Flucht anhatten, zum Umziehen oder Packen blieb keine Zeit. Sie tragen Markenkleidung und normale Schuhe. Sie sehen nicht aus, wie jemand, der fluchtartig sein Zuhause verlassen hat. Sie hatten überhaupt nicht viel Zeit, darüber nachzudenken, was sie denn jetzt einpacken könnten, als es plötzlich hieß, nichts wie weg. Sie ließen alles hinter sich, alles was sie in ihrem Leben geschaffen hatten. Das war nicht viel, aber für sie war es wertvoll. Ein ganzes Leben, viele persönliche Dinge, Zeugen besonderer Momente, Geschenke, Erbstücke, all ihre Werke, Zeichnungen und Malereien. Alles, alles blieb zurück, einem unbestimmten Schicksal ausgesetzt. Jetzt hier im Dunkeln gibt es nichts außer dem Moment. Sie sind zu zweit, allein mit sich. Müde, leer und mit einem dumpfen Gefühl im Magen. Es könnte Hunger sein, aber …

Gazmend Freitag – The first time I saw you!

Gazmend Freitag  „The first time I saw you!“ Linz, 2018. Photo: Johann Traunwieser The first encounter, the first glance… we all know that special moment, when everything seems possible and the world is a wonderful place. Gazmend Freitag catches the magic and expectations of such a moment on canvas. Radiant Green and Red communicate a sense of immediate aliveness. The focus of the painting – the young woman- is bathed in light and appears to be glowing from within. To give expression to his feelings, the artist has put himself into the frame as an adoring observer, who tenderly reaches for his dream. Text: Monika Grill Photo: Johann Traunwieser